Netzwerktreffen Industrie 4.0
der Bühler Wirtschaftsförderung

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  • Innovation

    Innovationen haben unsere Welt zu dem gemacht, was sie heute ist. Die Welt steht nicht still. Innovationen sind heute in allen Branchen wichtig und gefragt. Zahlreiche Firmen und Agenturen streben nach neuen Ideen und einem fortschrittlichem Image. Begriffe wie innovativ und kreativ sind so zu inflationären Floskeln geworden. Doch was macht echte Innovation eigentlich aus? Hängt sie tatsächlich allein von kreativen Mitarbeitern ab, wie es häufig angenommen wird? Und mit welchen Prozessen kann man Innovationen entwickeln und fördern? „Vielfalt beflügelt Innovation“, sagt Prof. Jivka Ovtcharova, Leiterin des Instituts für Informationsmanagement im Ingenieurwesen am KIT. „Kreativität und Schöpfung entstehen nur durch die Vielfalt der Ideen aus verschiedenen Branchen, Traditionen und Denkweisen, die regional zu einem einzigartigen Stellenwert heranwachsen.“

  • Vielfalt

    Von Landwirtschaft bis Hightech – in der Vielfalt liegt die große Kraft. Unterschiedliche Denkweisen, Perspektiven und Hintergründe dienen der Innovationsfähigkeit bei Problemlösungen – nicht nur in einem Unternehmen, sondern übergreifend. Miteinander und voneinander lernen heißt die Maxime. Neben der Branchenbreite bedeutet Vielfalt auch eine moderne Gesellschaft, beeinflusst durch die Globalisierung und den demografischen Wandel. Die Vielfalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Talenten eröffnet Chancen für innovative und kreative Lösungen.

  • Region

    Region

    Natur wird zur Lebensqualität, Wirtschaft zum Lebensraum und Kultur zur Lebensfreude. Der Mittlere Oberrhein gehört zu Deutschlands attraktivsten Regionen – für Unternehmen und Fachkräfte. So vielfältig wie die Landschaft, von der Rheinebene über die Reben bis in den Schwarzwald, sind auch die Unternehmen. Vielfalt kennzeichnet die ausgewogene Branchenstruktur der örtlichen Wirtschaft. Spitzentechnologie verbindet sich mit handwerklichem Können, Forschung und Entwicklung mit industrieller Fertigung. Die Heimat zahlreicher kleiner und mittelständischer Betriebe sowie kreativer Startups. Die Basis für global erfolgreiche Unternehmen. Gelegen mitten in Europa an der Grenze zu Frankreich und der Schweiz, nahe an Ballungszentren und auch verkehrsstrategisch günstig.

Prof. Dr. Thomas Hirth

Prof. Dr. Thomas Hirth

Vizepräsident für Innovation und Internationales, Karlsruher Institut für Technologie

Vortrag: Innovationen aus der Region und Innovation für die Region

Prof. Dr. Dr.-Ing. Dr. h. c. Jivka Ovtcharova

Prof. Dr. Dr.-Ing. Dr. h. c. Jivka Ovtcharova

Institut für Informationsmanagement im Ingenieurwesen, Karlsruher Institut für Technologie

Vortrag: Innovation – Chancen für die Region

Marco Beicht

Marco Beicht

Gründer der Firma Powercloud, Achern

Vortrag: Best Practice – Innovation aus der Region

Nachbericht

Startschuss für Leuchtturmprojekt

25.06.2020 — TechnologieRegion Karlsruhe (TRK), Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Stadt Bühl bringen digitales Innovationszentrum auf den Weg

Auftaktveranstaltung des Digital Hubs BühlStartschuss für ein groß angelegtes Leuchtturmprojekt: Die TechnologieRegion Karlsruhe (TRK), das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Stadt Bühl wollen gemeinsam ein regionales „Digital Ecosystem“ schaffen, das die lokale Wirtschaft, Wissenschaft und die Kommune(n) lückenlos vernetzt. Das geplante Leuchtturmprojekt trägt den Titel „Regionales Mittlerer-OberRhein Digital Ecosystem (RegioMORE)“. Entstehen soll es in der ehemaligen Produktionshalle von USM U. Schärer Söhne GmbH. „Wir sind stolz, dass das Innovationszentrum in Bühl realisiert werden soll“, freuen sich Oberbürgermeister Hubert Schnurr und Bürgermeister Wolfgang Jokerst. Der Dank der Rathausspitze gilt dabei auch der Firma USM U. Schärer Söhne GmbH: „Ohne den Hallen-Standort wäre das Ganze nicht möglich.“„Der Grundgedanke von RegioMORE ist, ein regionales Public-Private-Partnership-Modell zu initialisieren, das Bürgern und mittelständischen Unternehmen Digitalisierungsinhalte vermittelt und Digitalisierungsaktivitäten freisetzt“, erklärt Jivka Ovtcharova. Die KIT-Professorin möchte in dem digitalen Innovationszentrum die nötige Infrastruktur schaffen, um zu experimentieren, neue Technologien und Geschäftsmodelle zu entwickeln und auszuprobieren, gemeinsam zu denken, sich auszutauschen und letztlich auch Geld zu verdienen, indem das Wissen zeitnah in der regionalen Wirtschaft umgesetzt wird. In diesem offenen Raum der Begegnung von Wissenschaft und Unternehmertum, unterstützt von der öffentlichen Hand, sollen auf diese Weise Mehrwerte für alle Beteiligten entstehen, letztlich auch für die Bürger. Als Schwerpunkte des geplanten Zentrums benannte Ovtcharova digitale Bildung und Qualifikation für verschiedene Zielgruppen, Experimentierräume, „Business Corners“ für Unternehmer sowie eine „Entertainment Lounge“ mit Holodeck – das ist ein Raum, der mittels holografischer Projektion Simulationen und virtuelle Welten erzeugt.

Der Aufbau eines digitalen Innovationszentrums im Süden der TechnologieRegion Karlsruhe ist Bestandteil der „Regionalen Entwicklungsstrategie TechnologieRegion Karlsruhe 2030“. Bei der Finanzierung setzen TRK, KIT und Stadt auf den Wettbewerb „RegioWIN 2030“, über den Landes- und EU-Fördermittel ausgeschüttet werden. Der Antrag muss laut Jochen Ehlgötz bis 18. Dezember eingereicht werden. Der Geschäftsführer der TRK GmbH räumt dem Gemeinschaftsprojekt gute Chancen ein. Dafür spricht auch die Anwesenheit von rund 30 hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der lokalen Wirtschaft bei einer ersten Info-Veranstaltung bei USM. Einige bekundeten bereits ihr Interesse, am Aufbau und Erfolg von RegioMORE mitzuwirken.

Das Projekt passt zudem perfekt zum Ansinnen der Stadt Bühl, an der digitalen Front nach vorne zu gelangen, wie es unter dem neuen Digitalisierungsbeauftragten Eduard Itrich bereits in vielen Aspekten gelungen ist. „Wir möchten stärker in den Bereich von Open Source eintreten und erreichen, dass öffentliches Geld zurück in die Region fließt“, sagt Itrich. Das „Ecosystem“ bezeichnet er als „Dreh- und Angelpunkt“ für ein solches Ziel. „Dort könnten alle Akteure zusammengebracht werden.“ Die städtische Wirtschaftsförderin Corina Bergmaier sieht in dem geplanten Innovations-zentrum „die erste Frucht des Netzwerks 4.0“, das vor zwei Jahren von ihrem Fachbereich ins Leben gerufen wurde: „Damit haben wir frühzeitig die Sorgen und Nöte, die die Unternehmen teilen, kennengelernt.“ Mehr als 100 Unternehmen sind darin bereits Mitglied. Bei den regelmäßigen Netzwerktreffen stellen Bühler Firmen ihre Ansätze rund um die Digitalisierung vor.

Das Bild eines dreibeinigen Hockers aus praxisorientierter Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand zeichnet USM-Geschäftsführer Bernd Wagner. „Unsere Halle hat es verdient, hier eine Idee zu entwickeln“, meint er. Nach Wagners Ansicht benötigt es neben der Fantasie von Wissenschaft, Unternehmern und Politik auch Mut, „solch eine Geschichte zu beginnen“. Angetan vom Standort zeigt sich Jivka Ovtcharova: „Die Halle ist eine Inspiration.“ Und Jochen Ehlgötz gibt bereits einen Ausblick: „In Bühl wird Innovation produziert.“

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